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Hamburg am 22.06.2011erster Tag des fünfzehnten Zyklus

Das Problem Nr.1

Ghost Rider, Schlomo und Elvis Pressler

Kreide auf Schultafel 150x100cm, gelöscht am 29.06.2011

Der erste Tag der dritten Phase kommt experimentell daher. Wir befinden uns zum ersten mal nicht in unserer gewohnten Umgebung sondern in einem leerstehenden und sanierungsbedürftigen Ladengeschäft mit großen Schaufenstern – die Passanten können uns beim Malen zusehen. Wir zünden Räucherstäbchen gegen den muffigen Geruch. Dann summen wir den Raum ein. Das Ganze ist neu für uns, fühlt sich anders, aber gut an.

Lange hatten wir in der zweiten Phase darüber nachgedacht, ob und wie man einen Trialog öffentlich abhalten kann. Wir merken, dass die Öffentlichkeit – zumindest gefühlt – unsere Runde beeinflusst. Einige Passanten bleiben stehen und sehen uns zu. Wir haben spontan drei Gäste, die neugierig vorbei kommen. Die neue Frage lautet also: Kann man einen Trialog überhaupt öffentlich abhalten?

Als Resümee der zweiten Phase kommen wir zu dem Schluss, dass wir viel zu viel wollten, und dass die ständige Suche nach Projekten und deren Nichtumsetzung zu vielen Konflikten und Frustration geführt hat, und letztlich alle vom Trialog abgelenkt hat. Am Ende hätte sich der Trialog beinahe selbst abgeschafft. Dagegen steht die Harmonie und Entspanntheit, mit der sowohl die Location für den Abend gefunden wurde, und unser Zusammensein an diesem ersten Abend. Wir wollen am Anfang der dritten Phase nur ein Bild malen und sonst nichts.

Die Frage des Abends lautet: Was ist das Problem Nr.1? Die Frage ist zu groß, um an einem Abend beantwortbar zu sein. Aber wie immer kommen wir einer Antwort näher, einfach, weil wir uns mit der Frage beschäftigen.

Die Aufgabe für die dritte Phase wird sein, für unsere Abende geeignete Räume zu finden, in denen sie stattfinden können, und ein Schaufenster, in dem die Bilder dann hängen können. Für unseren ersten Abend ist uns das gelungen. Was nächste Woche sein wird, wissen wir nicht.

Wir danken ganz herzlich Michel Löwenherz und Herrn Schönborn vom Wischcenter für die tolle Location!

SAVE MOSCHE

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