Schabbat #7

Hamburg, Mittwoch, der 16.06.2010

Der Schabbes 7.7 ist eigentlich auf Freitag gelegt. Diana und Teddy King möchten heute einen Geburtstag in der Familie feiern. Nach unserer späten letzten Bukowski Probe vor Freitag ist das Wetter wolkenlos, ein satt dunkelblauer Himmel und ein Sommerabendlicht, das alles leuchten lässt. Zwischendrin die bunten Farbtupfer der Fußball-Flatscreens in den ganzen Kneipen, Restaurats und Cafés. Mosche besteht auf Schabbes-Feierlichkeiten. Schließlich ist dies der letzte Mittwoch des letzten Zyklus der ersten Phase. Schabbes 7.7, mit seiner Zahlenmagie. 49 Trialoge. Mosche weist völlig zurecht darauf hin. Freitag hin oder her.

Der Abend endet an der Elbe im Park Fiction, bei einem großartigen Schabbes-Trialog. Mosche verwandelt, wie Podolski, eine Flanke von Schlomo unter begnadeter vorarbeit von Teddy King – nämlich den Hinweis, dass Ghost Rider Schlomo auf ein Gedicht aufmerksam machte, dass Charlie Chaplin zugeschrieben wird (aber eventuell aus ganz anderen Quellen stammt).

Es endet:

wir brauchen uns nicht weiter vor auseinandersetzungen, konflikten und problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue welten.“

Mosche verwandelte diese Vorlage mit dem Vorschlag, dass Ghost Rider doch dieses Gedicht vortragen könnte zur Eröffnung des Bukowski Stückes. Alle staunen, wie präzise das genau die Lösung unseres Konfliktes ist. Auf magische Weise – ohne Mühe, würde Konfuzius gesagt haben –  löst sich der Knoten von selbst. Genau ins linke, obere Eck. Unhaltbar. Wenn dies an der Art unserer Runde liegt, dann ist das absolut großartig, und würdig genug, um mit dem siebten Schabbes in Verbindung gebracht zu werden. Ein wunderbarer Abend, an den wir noch lange denken werden. 1:0 für den Trialog.

Alle freuen sich auf Freitag. Fußball, Bukowski und Charles Chaplin.

Und dazu kühles Bier.


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