Ein Abend ohne Agenda und ohne Bild

Hamburg, am Mittwoch den 28.08.2013

Die Ehemaligen vom Hamburger Trialog haben sich eine Schaffenspause verordnet. Ein Innehalten und reflektieren darüber, worin der Trialog besteht, was ihn ausmacht, wie er funktioniert, wie er weiter funktioniert und wie er funktionieren sollte.

Zwischen radikalem Konstruktivismus und kognitiver Wende…

Jede und jeder hat seine eigene Vorstellung vom Trialog, von den Abenden, und von der Bedeutung der gemeinsam gemalten Tafel. Anders ist es in einer postmodernen Gesellschaft kaum vorstellbar, in einer Welt der Individuen, in der strukturgebende Rahmenbedingungen an Bedeutung verlieren, oder sich zumindest bis zur Unkenntlichkeit verändern. 

Umso verwunderlicher ist, wie die persönlichen Gründe, sich regelmäßig gemeinsam zusammenzufinden, die eigene Perspektive bereichern und mit dieser verschmelzen können.

Die Abende als Herausforderung und als Spielbühne zu begreifen, deren Meisterung sich in einem gemeinsamen Ergebnis wiederspiegeln, sich gegenseitig immer besser und immer wieder aufs Neue kennenzulernen, ganz bewusst etwas ungewöhnliches auszuprobieren und zu beobachten, wie man sich dabei verändert. In dieser Sammlung individueller Perspektiven steckt auch jede Menge verbindendes.

Womit allerdings noch nicht klar ist, wie weit diese Verbindung tragen kann und was sie braucht um sich zu erneuern und um spannend und aufregend zu bleiben, um nicht zu einem Automatismus zu werden.

Mehr Gemeinschaft? Die Konfrontation mit der Außenwelt? Eine Abkehr von etablierten Strukturen? Brauchen wir Neuland?

Wir sind noch nicht so weit, einfach weiterzumachen und dennoch war das Gespräch am heutigen Abend ein gutes.

Apollon

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Eine Antwort auf Ein Abend ohne Agenda und ohne Bild

  1. Schlomo sagt:

    Moin Apollon,

    ich mag Deinen Text sehr. Vor allem gefällt mir die Analyse des Zeitgeistes:

    „Anders ist es in einer postmodernen Gesellschaft kaum vorstellbar, in einer Welt der Individuen, in der strukturgebende Rahmenbedingungen an Bedeutung verlieren, oder sich zumindest bis zur Unkenntlichkeit verändern.“

    Genau darum geht es. Um strukturgebende Rahmenbedingungen, die Raum für Individualität bieten. Das ist für mich Trialog.

    Herzliche Grüße

    Schlomo

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