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 Hamburg am 09.10.2013, erster Tag des 28sten Zyklus‘

#156 Pfand in Sicht

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Apollon, Ghost Rider, Fathma, Teddy King, Mosche und B-Kart

Kreide auf Tafe, 150 x 100 cm

Erster Tag des letzten Zyklus vor der fünften Phase!!! ENDLICH!!!

Wir treffen uns im Atelier und führen den zuvor beschlossenen Plan fort,
gemeinsam an einem neuen Projekt (Film zum Thema Flaschensammeln) zu
arbeiten. Im Gespräch wird verschiedenes vorgeschlagen: kurzen Film / einen
Teil drehen, statt langer, sehr zeitaufwendiger Reportage; Skript zu Papier
bringen, statt loszudrehen; Flaschensammler interviewen, um mit dem Thema in
Kontakt zu kommen; … . Dann beginnen wir eine Agenda, die wir mit Zeiten
versehen und in der abwechselnd gemalt und gesammelt wird. Wir wärmen uns
auf, indem wir miteinander telefonieren – der Versuch, unsere Telefone alle
gleichzeitig klingeln zu lassen, scheitert. In der ersten Runde werden
Interviewfragen gesammelt: Welche Fragen könnte man einem Flaschensammler
(Gibt es auch Flaschensammlerinnen?) stellen? Es ergibt sich ein Bild, worum
es in einem Film über das Flaschensammeln gehen könnte. Wir erhalten Besuch,
was die Konzentration und den Zeitplan beeinflusst. Später werden Ideen für
mögliche Kapitel des Film gesammelt. Ein Top soll das Prinzip der
Knickgeschichte zeigen, die diesmal in Dialogform entstehen soll, was jedoch
zu keinem sinnvollen Ergebnis führt. Das Bild entwickelt sich in zwei
schnellen Runden, in denen zunächst nur 2 min pro Malendem/r vorgesehen
sind, danach wird nach Absprache frei gemalt.

Knickgeschichte

6:20 Uhr. Thorsten tritt aus der Wohnungstür. Heute geht’s früh los. Zuerst geht’s zum Bäcker. Dort trifft er Klaus und Uwe zusammen Kaffee trinken.

Thorsten: Moin Klaus, moin Uwe. Weiß einer, wo Peter steckt?

Uwe: Den hab‘ ich ewig nicht gesehen. Hat der nicht Urlaub?

Klaus: Nee, der kennt doch kein‘ Urlaub. Was willst Du überhaupt von Peter?

Thorsten: Peter ist doch mein bester Freund, weißt Du das denn nicht?

Uwe: Ich dachte, der verkehrt nur mit seinesgleichen?

Klaus: He, hört mal zu. Ist doch scheißegal! Wir haben hier einen Koffer voll Geld. Geld hat immer Recht!

Sebastian: Man könnte das Geld auch verwenden, um endlich mal den geheimen Traum zu verwirklichen, den wir immer hatten und nie umsetzen konnten: Ein Grundstück in Ost-Afrika für ’ne Farm.

Pfandthomas: Wenn man gut organisiert ist, mit dem Flaschensammeln, kann man schon einiges zusammen kriegen. Aber ein Grundstück habe ich noch nicht.

Klaus: Für heute habe ich genug gehört. Ich bin müde. Lass uns noch ein Bier zusammen trinken und Morgen weiter machen.

Thorsten: Sach mal Uwe, Klaus ist schon wieder auf seinem Pfandthomas-Film, oder?

Uwe: Was für ein Film?

Uwe schaut Klaus an. Von oben bis unten.

Thorsten: Das weißt Du noch nicht? Schon seit Wochen denkt Klaus, dass…

Thorsten: Nein, Klaus ist jetzt brav geworden. Er sitzt zu hause und backt Pflaumenkuchen und hilft alten Frauen beim Einkaufen.

Uwe: Ja, das nenn‘ ich Sozialverhalten. Manche Leute werden immer krimineller und manche entpuppen sich zum *unleserlich*. Arme sind meist sozialer als Reiche!

POLIZIST: Schönen guten Abend! Können wir mal bitte ins Haus? Bsssss-klick. DANKE!

Uwe, Thorsten: WIR LIEBEN DIE POLIZEI!!!

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